![]() | 17. Januar 2012 Der Super-Gau während/nach einer Trennung Warum zeigen erwachsene Menschen ungesundes pubertäres Verhalten sowohl in Beziehungen .... und vor allem während bzw. nach der Trennung? Einhergehend mit spontanen Ausbrüchen von Absurditäten bzw. Kontrollverlust .... gewinnt eine abwärts gerichtete Tendenz schnell an Intensität und Dominanz über alle Bereiche der Verbindung. Die unwichtigsten und weitentferntesten Details dienen sowohl als pro als auch als contra in Redeflüssen. Nach einer Phase von Erfahrungen ... Harmonie und Erfolgen kommen blamable Unwahrheiten .... konstante Widersprüchlichkeiten ... unsoziale Handlungen zutage ... die nicht mit dem sichtbaren Verlauf der Erfahrungen und dem kommunizierten Selbstbildnis in Übereinstimmung stehen. Langjährige BDSM Erfahrungen und Absprachen werden sprunghaft anklagend in Abrede gestellt ... und die Harmonie der Verbindung wird brutal und verletzend gespalten. Panikartig wird mit allen verfügaren Möglichkeiten bis zur mentalen und emotionalen Erschöpfung öffentlich und privat rücksichtslos ... evtl. auch mit Unterstützung Dritter diffamiert. Welche Erfahrungen habt ihr mit eurer Betroffenheit während oder nach einer Trennung gemacht? Ich möchte nicht ...dass hier jetzt "schmutzige Wäsche" gewaschen wird ...sondern ich möchte einen angeregten Austausch über eure Gedanken während dieser Zeit. LG Cordula |
![]() | 17. Januar 2012 Hi Cordula, in solchen emotionalen Ausnahmesituation zeigt sich für mich immer der wahre Charakter des Menschen. Er ist nicht in der Lage sich zu kontrollieren bzw. zurückzunehmen, ist quasi wie ein "besoffener" oder ein kleines Kind. Ich habe mich bislang immer im Guten getrennt, wenn ich bemerkt habe, dass die Beziehung keine Zukunft hatte. Dazu gehört natürlich, dass man offen und ehrlich MITeinander reden kann. Leider kann das nicht jeder. Manche reden zwar, doch nicht MITeinander, sondern aneinander vorbei, weil jeder nur sein "Ding" durchbringen will. MITeinander zu reden bedeutet aktives Zuhören und Verständnis fürs Gegenüber aufbringen. Nen lieben Gruß, Mr. Mephisto |
![]() | 17. Januar 2012 Darüber könnt eich jetzt einen Vortrag halten gg Die Reaktionen, wie ausgeprägt sie auch seinen mögen, sind nur menschlich. Wird es impulsiv ist es erst mal ein Schockerlebnis. Die Welt stürzt zusammen. Trennung bedeutet Verlust, etwas zu verlieren und verletzt sein. Schlechte Gefühle nehmen die Oberhand und es wird dem anderen die Schuld gegeben, das diese Gefühle oder gar eigene Schuldgefühle vorhanden sind. Das Auslasten, die Rachegelüste, dem anderen wehtun zu wollen wie man selbst leidet ist ein Schutzverhalten und eine Bestrafung. Verloren werden gute Gefühle, Besitzdenken, Ideale, Hoffnung, Glaube. Für mich selbst überwiegen die verletzten Gefühle und am schlimmsten ist es wenn Fragen offen bleiben oder ich mich betrogen und belogen fühle. Ich beende auch lieber Beziehungen, gleich welcher Art, einvernehmlich wenn es möglich ist. |
![]() | 17. Januar 2012 Klar sind die Reaktionen mehr als menschlich, doch zeigt es sich in solch Situationen, wie man miteinander umgeht Mir würde nicht im Traum einfallen, jemanden bewusst zu verletzen, den ich mal geliebt habe. Aus diesem Grund habe ich auch immer eine Beziehung "vorzeitig" beendet, bevor man nicht mehr miteinander reden kann und Frust, Aversion, ja sogar manchmal Hass die Emotionen einnehmen. Man sollte so ehrlich zu sich selbst und damit auch zu seiner Partnerin/seinem Partner sein, zu erkennen, wann es sich zu kämpfen lohnt und wann es nichts mehr bringt. Das ist man sich selbst und dem Partner/der Partnerin schuldig. |
![]() | 17. Januar 2012 Ich denke, es macht einen Unterschied, ob man verlässt oder verlassen wurde....vielleicht gar betrogen/belogen wurde ? Man verliert nicht nur die Beziehung( die vermutlich aber doch schon viel früher verloren war als zum Zeitpunkt der Trennung), man meint auch das Gesicht zu verlieren.....und ich könnte mir vorstellen,dass man diese Gefühle kompensieren will. Durch Rache, schlechtreden, Wut, bloss stellen etc...... für mich ein verarbeitungsprozess der Trennung. Nicht der feinste,aber menschlich. Leider. Hab da in den letzten Jahren einiges an Erfahrungen gewinnen dürfen... und ich glaube auch nicht, daß man da wirklich vor gefeit ist..... Mir würde nicht im Traum einfallen, jemanden bewusst zu verletzen, den ich mal geliebt habe. Aus diesem Grund habe ich auch immer eine Beziehung "vorzeitig" beendet, bevor man nicht mehr miteinander reden kann und Frust, Aversion, ja sogar manchmal Hass die Emotionen einnehmen. Vielleicht würde es dir im Traum einfallen,wenn dich jemand betrügt,belügt und vor Hohn lachend verlässt ? Oder gar jemanden wehtut, der dir nahesteht? Nur mal so in den Raum geworfen...... Schönreden kann man nichts,aber vielleicht etwas nachvollziehen . lg subsheaven(w) |
![]() | 17. Januar 2012 Nachsollziehen kann ich das allemal, da ich auch Mensch bin. Wenn ich belogen und betrogen werde, so würde mich das sicherlich arg verletzen, keine Frage. Ich würde aber nicht nachkarten bzw. schlecht über die Person reden, denn es ist nicht mein Stil . Ich wäre vermutlich einfach nur "Baff" und würde die Welt ersteinmal nicht mehr verstehen. O.k., ich gebe zu, dass ich es immer war, der gegangen ist. |
![]() | 17. Januar 2012 Ich kenn diesen SuperGau auch nur als aktiv Verlassende....aber die reaktionen,die ich erfahren durfte haben mich tief ins grübeln gebracht. Und so der ein oder andere Gedanke der "Gegenrache" und des "wehtunswollens" ist mir durchaus gekommen.....aber in die Tat hab ich es nicht umgesetzt. Vielleicht kommt da der Grundzug eines Menschen durch....,ich denke Rachegefühle kennt bestimmt jeder. Sie wirklich ausleben aber wohl nicht. |
![]() | 17. Januar 2012 Genau das ist es, was ich zuvor meinte. Klar habe ich zuweilen auch "Rachegedanken" gehabt, doch wenn ich diese ausleben würde, wäre ich ja nicht besser, als mein Gegenüber ... und genau auf diese Stufe möchte ich mich nicht begeben Über den Dingen zu stehen und noch zu grinsen ist viel fieser |
![]() | 17. Januar 2012 Das ungerächte Leid setzt den Verletzten in der sozialen Wertschätzung herab. Als Regisseur des eigenen Tunnelblickfilms bin ich selbstverständlich Verletzter, schlage grenzenlos, wild und unablässig um mich, fordere es von Anderen mir gleichzutun. Eine Stelle die mich brennt und juckt - an die ich nicht heran komme. ZWANGsläufig muss ich handeln, mit dem Zweck, der Alle Mittel freigibt (schreibe absichtlich nicht das, was Kinders******r mit ihren Mitteln machten). Sinnbefreit kommt es dann zu einer Eskalation, die erst an der Logik/Empathie und dem Überblick zu Ende geht. Beides fehlt der Wut und der Taktiererei. Marshall B. Rosenberg und sein Center for Nonviolent Communication sprechen von lebensentfremdender Kommunikation und unerfüllten Bedürfnisse, die in der S/N (Gebrüll/Nachicht) untergehen. Selbst die Frage nach den Bedürfnissen bleibt unbeantwortet. Frühere, ungestillte Bedürfnisse überlagern die Situation. Eigentlich geht es nicht um Dich, Nicht um Mich, es sind schwerste Defizite. Cpt. Die Ärzte |
![]() | 17. Januar 2012 @ Mephisto Das habt Ihr geschrieben: (tut mir leid, ich weiß nicht wie man zitiert) "Mir würde nicht im Traum einfallen, jemanden bewusst zu verletzen, den ich mal geliebt habe. Aus diesem Grund habe ich auch immer eine Beziehung "vorzeitig" beendet, bevor man nicht mehr miteinander reden kann und Frust, Aversion, ja sogar manchmal Hass die Emotionen einnehmen." Ich denke, so einfach ist es eben nicht immer. Vor meiner Beziehung jetzt war ich schon mal verheiratet. Im Laufe der Zeit haben wir uns extrem auseinander gelebt.Wir waren verheiratet, hatten ein Kind von 5 Jahren und 2 Jahre zuvor ein Haus gekauft. Wie soll man da denn vorzeitig beenden? Es hängt so viel dran. Nun, Dir würde nicht einfallen, jemanden bewusst zu verletzen. Aber was, wenn Dein Gegenüber anders denkt/empfindet und danach handelt? Ist mir so gegangen. Nachspionieren, Lügen erzählen usw. waren an der Tagesordnung (nach der Trennung). Das hat mich fertig gemacht. Als die Kleine geweint hat, weil ihr Papa wieder zur Tür raus wollte (ein paar Tage nach der Trennung!!!), fiel ihm nix anderes ein als zu sagen: "gewöhn Dich dran, das wird jetzt immer so sein". Zu IHR, nur um mich zu verletzen. (Hab ihm gleich die Meinung gegeigt). Heute haben wir ein völlig entspanntes Verhältnis. Wir sind Eltern und lieben unsere Tochter. In dieser Hinsicht arbeiten wir Hand in Hand. Eine Trennung ist sicher besser als eine Schlammschlacht, aber er ist damals als ich ihn verließ völlig ausgetickt. In einer solchen Extremsituation handeln viele Menschen sicher nicht so, wie sie WIRKLICH sind, sondern teilweise genau gegenteilig. War eine schlimme Zeit, aber immerhin wurde ich nicht verlassen, sondern umgedreht LG P. S.: Die Trennung war unsere einzige Alternative, wenn ich zurückblicke! |
![]() | 17. Januar 2012 Vielleicht hatte ich bislang das Glück nie mit einer Frau zusammengewesen zu sein, die so reagiert hat. Klar, es gibt immer Umstände, die das Eine oder Andere verständlich erscheinen lassen, es jedoch nicht immer rechtfertigen. Ich sprach auch davon, dass ich es nicht bewusst machen würde. Ich kann es nachvollziehen, dass eine Trennung, wo man verheiratet ist, gemeinsame Kinder und ein Haus hat, sicherlich nicht einfach ist, doch wenn man grundlegende Dinger beherzigt, ist es auch nichts anderes, als eine Beziehung ohne Trauschein. Nen lieben Gruß von dem seit über 10 Jahren glücklich in "wilder Ehe" lebenden, Mr. Mephisto |
![]() | 17. Januar 2012 Ich denke, das es immer eine ganz individuelle Situation ist, die von sehr vielen Faktoren beeinflußt wird. Die Macht der Gefühle wird da oft unterschätzt. Gefühle können uns zu Dingen treiben, die wir nie für möglich gehalten hätten, sowohl positiven wie auch negativen. Meiner persönlichen Meinung nach, sollte niemand nie sagen, es kann immer eine Situation eintreten, in der man sich selber nicht mehr wiedererkennt. Das meine ich jetzt alles ganz wertfrei, wir Menschen sind halt so und jeder Jeck ist anders Just my2cent, T. |
![]() | 17. Januar 2012 Meine erfahrungen Nach meiner Trennung (EHE) war auch ich sehr tief verletzt und Sie fing an unter der Gürtelliene zukämpfen den es ging auch Finanzel um etwas. Habe ein zwei Wochen gebraucht um diese entscheidung dann zutreffen. Ich bin auf sie zugegen und habe Ihr gesagt behalte den ganzen Scheiß das Haus usw einzig und alleine aus dem GRUND MEIN SOHN hätte ich Ihr Parolie gegeben wäre für mich bestimmt ein teil Finanzell dabei rausgesprungen aber damit hätte ich das Verhältniss zu meinem Sohn zerstört oder Sie hätte alles daran gesetzt und so habe ich die Entscheidung getroffen keine schmutzige Wäsche zuwaschen den sie ist fremdgegangen. Habe heute einen vernünftigen Umgang mit Ihr und mit meinem SOHN EIN GANZ TOLLES und so sage ich meine Entscheidung war und ist richtig: GUNTER |
![]() | 17. Januar 2012 @ gunter Du hast meinen vollen Respekt ... Du weißt, was im Leben wichtig ist Greets, Mr. Mephisto |
![]() | 17. Januar 2012 Danke Ja und danach lebe ich gerade die einfachen dinge zählen im Leben und nicht Ihrgendwelchen (SCHEIß) worüber z.t. sich auch im Joy ausgelassen wird. |