![]() | 03. Dezember 2008 Sinn(en)volle Worte In der hannoverschen U-Bahn gibt es auf Displays in den Stationen und in den Zügen Kurznachrichten und Aktualitäten, aber auch immer den "Spruch des Tages" zu lesen. Heute bemerkte ich bei meiner Heimfahrt dort mal wieder ein Zitat, welches mir gefiel und das ich Euch nicht vorenthalten möchte (siehe nächster Beitrag). In diesem Thread - so habe ich es mir gedacht - könnt ihr neben einzelnen sinn- und sinnenvollen Sätzen und Aphorismen gerne auch Liedtexte oder Gedichte oder Teile daraus (egal ob von Euch selbst oder von anderen, nur bitte mit korrekter Quellenagabe) einstellen. Es ist wünschenswert, wenn es irgendwo (zumindest für Euch) in diesen Sätzen, Sprüchen, Gedichten etc. einen Bezug zu unseren Themen hier gibt (wie immer werden diese aber eher weit gefasst). Na denn mal ran an die Gedichtsammlungen im Bücherschrank bzw. an die CD-Cover der Lieblings-Musik. |
![]() | 03. Dezember 2008 Nur in der Träne des Schmerzes spiegelt sich der Regenbogen einer besseren Welt. (Christian Friedrich Hebbel) |
![]() | 03. Dezember 2008 Ganz alt - ganz wahr Weil das Leid nicht schlimmer ist, als das Leid zu fürchten. (Sophokles, 496 – 406 v. Chr.) Aus: Die Trachinierinnen |
![]() | 03. Dezember 2008 Abschied/Tod Hände spüren nicht mehr... Tränen sind wie weggewischt... die letzte Spur verläuft im Sand... ...und ich war hier... Bom Sharker |
![]() | 03. Dezember 2008 Glück Die Seele wird im Sanskrit Atman genannt, was Glück oder Seligkeit bedeutet. Nicht so, daß das Glück zur Seele gehört, nein - die Seele selbst ist Glück. Heute verwechseln wir oft Glück mit Vergnügen, aber Vergnügen ist nur eine Illusion, ein Schatten des Glücks; und es kann sein, daß der Mensch in dieser Illusion sein ganzes Leben verbringt, immer wieder Vergnügen suchend und doch niemals Befriedigung findend. Ein Hinduwort sagt: Der Mensch sucht Vergnügen und findet Leid. Jedes Vergnügen scheint Glück zu sein, es verspricht Glück, aber es ist der Schatten des Glücks. So wie der Schatten einer Person nur die Form derselben wiedergibt und nicht die Person selbst ist, so ist auch das Vergnügen nur der Schatten und nicht das Glück selbst. Hazrat Inayat Khan, (1882 - 1927), eigentlich Hazrat Pir-o-Murshid Inayat Khan, indischer Sufi-Meister |
![]() | 03. Dezember 2008 Was nennt Ihr Leben? Das alltägliche Geschäft des Daseins, Sommer, Herbst und Winter. Und wieder Frühling, Frühling kommen sehn, und wieder die Blumen morgen welken sehn, die gestern in bunter Frische glühten? Wenn die Jugend hinweggeschäumt ist, mit gelieh'ner Glut den trägen Lauf des greisen Blutes zu spornen? Das wär's allein, was uns die süße Mühe des Atmens wert macht? Nein, mein Freund, es ist ein anderes. Es ist der stille Blick, den wir zurück in's Herz tun - wenn wir dort ein trauliches Gebäude uns erbaut von Wünschen, Hoffnungen und Erinnerungen. Wenn wir zurück in dieses Haus uns flüchten können, bei der Zeiten Wetter, dann ruht sich's sanft im Schoß des Daseins aus. Michael Beer (1800 - 1833), deutscher Dichter |
![]() | 03. Dezember 2008 Mein Lebensleitspruch stammt, glaube ich, von Nietsche: Leben bedeutet ein mal mehr aufzustehen, als man zu Boden geworfen wurde! |
![]() | 03. Dezember 2008 Es hat mir viel erklärt ... Man heilt eine Leidenschaft nicht durch den Verstand, sondern nur durch andere Leidenschaften. Ludwig Börne |
![]() | 05. Dezember 2008 weise gute Laune Es gibt nur ein Zeichen für Weisheit: gute Laune, die anhält. (Michel de Montaigne M. lebte vom 28.2.1533 bis 13.9.1592 im Schloss Montaigne in der Dordogne. Er war Philosoph und Politiker, zweitweilig der Bürgermeister von Bordeaux) |
![]() | 05. Dezember 2008 ... "Es gibt vielerlei Lärm. Aber es gibt nur eine Stille." Kurt Tucholsky; deutscher Journalist und Schriftsteller, Satiriker und Zeitkritiker der Weimarer Republik (1890 - 1935) (Habe den Autoren-Namen mal ergänzt, @Vaugrenard, Hanno_Mec) |
![]() | 05. Dezember 2008 "Auch aus Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kannst du etwas Schönes bauen." Erich Kästner, dt. Schriftsteller, 23.02.1899 - 29.07.1974 |
![]() | 05. Dezember 2008 Darin besteht die Liebe: Dass sich zwei Einsame beschützen und berühren und miteinander reden. Rainer Maria Rilke |
![]() | 05. Dezember 2008 Wege .... Es bedarf nur eines leisen Glockenschlags der Phantasie, eines Stichworts von drüben, wo die Träume sind, daß ich bin, wo ich nie gewesen, ich Wege gehe, die ich nie gekannt. Jakob Wassermann(1873 - 1934) |
![]() | 11. Dezember 2008 manchmal ... ... kommt sogar aus der katholischen Kirche Wahres: Liebe wächst im Sich-Schenken. Liebe gibt sich hin, auch wenn das Opfer und Verzicht kostet. (...) Deshalb flieht wahre Liebe nicht vor Schmerz und Leid. Liebe und Schmerz sind ein Paar. Sie gehören zusammen. Fastenhirtenwort 2006 von Bischhof Joachim Reinelt, Bistum Dresden-Meissen |
![]() | 11. Dezember 2008 Mit den Augen ... Ich sah meinen Herrn mit den Augen meines Herzens. Ich sprach: Wer bist du? Er sagte: Du! Bei dir hat das Wo kein Wo, Wo du bist, ist kein Wo. Die Vorstellungskraft hat keine Vorstellungskraft von dir, Sodass sie wüßte, wo du bist. Du bist der, der alles Wo umfasst Bis hin zum Nichtwo. Wo also bist du? Husain ibn Mansur AL-HALLAJ (geb. 858 Al-Baida [Iran], gest. 922 Bagdad [Iran]) |